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Camillo Sitte (1843 - 1903)

Wiener Architekt. 1875 Direktor der Salzburger und später Wiener Staatsgewerbeschule. Glühender Wagner-Verehrer; deutsch-liberal orientiert. Durch sein 1889 erschienenes Buch: „Der Städtebau nach seinen künstlerischen Grundsätzen“, das zu den wichtigsten praktischen Lehrbüchern an den Universitäten zählte, prägte er den deutschen künstlerischen Städtebau um die Jahrhundertwende. Während der Hochindustrialisierung wurden seine Ideen zu einem wichtigen Referenzpunkt für Stadterweiterungen. Pützer und Fischer gehörten zur „ Sitte-Schule“. Inhalt des Buches waren ästhetische Defizite im Städtebau. Dem stellte Sitte den „schönen“ alten Platz und die Stadtanlagen gegenüber. Der Platz sei die wichtigste städtebauliche Einheit. Gefördert werde der Platz durch Torbögen, Kolonnaden, schräge Straßeneinmündungen,
Störungen der Bauflucht, gewundene Straßenzüge, ungleiche Straßenbreiten, verschiedene Haushöhen, Freitreppen, Erker und Giebel.


   
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