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Heerstraße

Älteste Straße Praunheims; um 100 n. Chr. angelegte, schnurgerade römische Militärstraße; führte von Mainz/Kastel über Hofheim, Nidda bis Okarben; wurde später Elisabethenstraße genannt (Weg der Pilger führte zum Grab der hl. Elisabeth in Marburg); auch als Mainzer Straße in Flurkarten von 1904 eingetragen; Bonifatius (745-753 Erzbischof von Mainz auch Apostel der Deutschen genannt), zog zu Lebzeiten auf dieser Straße von Mainz nach Fulda. Am 5. Juni 754 wurde er bei der Missionierung der Friesen erschlagen. Im Juli wurde seine Leiche von Mainz über die Heerstraße nach Fulda überführt. 1609 wird die Heerstraße mit Steinpflaster versehen. 1904 wird an der Heerstraße eine Wasser-Pumpstation errichtet. Nördlich der Heerstraße entstehen Ziegeleien mit Ringöfen, in denen aus dem abgebaggerten Lößlehm Backsteine gebrannt werden. Die Ziegeleiarbeiter kommen aus Polen. 1969 eröffnet die Daimler-Benz AG auf dem ehemaligen Ziegeleigelände ein Werk für Verkauf, Reparaturen und Ersatzteillager. 1941 errichtet die Firma Hartmann und Braun (Meß- und Regelungstechnik) an der Heerstraße ein Zweigwerk, das 1945-1948 von der Fallschirmkompanie der amerikanischen Streitkräfte (einschließlich der Siedlungshäuser gegenüber) beschlagnahmt wird.1978 wurde die Heerstraße in Richtung Rödelheim mit Bahnunterführung verlängert und eine Omnibuslinie nach Rödelheim eingerichtet. Eine Umgehungsstraße zur Verkehrsentlastung ist seit dem Bau der Nordweststadt (1961) in der Diskussion. 1996 entstehen mehrere Häuser am westlichen Ende der Heerstraße in Holzbauweise ohne Keller.

   
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