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Am 5. April fand die diesjährige Jahreshauptversammlung des Siedlervereins Praunheim statt.

Für alle, die nicht an der Veranstaltung teilnehmen konnten, aber interessiert sind, berichten wir hier von der diesjährigen Jahreshauptversammlung.

 

Begrüßung

Die 1. Vorsitzende, Susanne Böhner, begrüßt alle Anwesenden und stellt als Gastrednerin Frau Roswitha Väth, Vorstand der Ernst May Gesellschaft, vor.

Frau Väth stellt in einem Bildervortrag die historischen Zusammenhänge zwischen dem Bauhaus Architekturstil und der Entstehung der Ernst May Siedlung in Praunheim her. Es folgte ein geschichtlicher Abriss, angefangen von der Bauhaus Gründung 1919 unter Walter Gropius in Dessau über den Bau der Fagus Werke in Hannover bis hin zur Entstehung des Brenner-Blocks 1931 Am Ebelfeld / Ludwig-Landmann-Straße.

Jahresbericht des Vorstands für das vergangene Jahr

Die 1. Vorsitzende Susanne Böhner berichtete über das Vereinsjahr 2018 / 2019. Folgende Themen waren Schwerpunkte der Vorstandsarbeit des letzten Jahres:

  • Umsetzung der Datenschutzgrundverordnung
  • Mitarbeit bei der Vorbereitung der Veranstaltungen zum Bauhausjubiläum
  • Leitungserneuerung im Damaschkeanger
  • Ausstellungen in Neu-Mayland
  • Adlerwiesenfest
  • Pflanzentauschbörse

Weitere Themen waren: Mangelhafte Müllentleerung im 3. Bauabschnitt, Aufzeigen irreführender Straßenbeschilderung, Beantragung von Mülleimern an den Durchgängen zwischen Am Ebelfeld und der Heinrich-Lübke-Siedlung, regelmäßige Teilnahme an den Sitzungen des Ortsbeirats, Mitarbeit im Stadtteilarbeitskreis und im Vereinsring Praunheim.

Auch Aktivitäten am Rande der Siedlung waren für den Vorstand von Interesse:

  • Aus-/Umbau des Bunkers
  • Geplante Renaturierung der Nidda zwischen Praunheimer und Hausener Wehr
  • Geplante Neubausiedlung an der A5

Sie dankte im Namen des Vorstands allen Mitgliedern, die sich für den Verein regelmäßig engagieren z.B. im Gratulationsteam, als Warte für die Pachtgärten oder für den Gartengeräteverleih, als Revisor oder Vorstandsmitglied aber auch allen, die einspringen, wenn gerade Hilfe gebraucht wird.

Der Vorstand freut sich über weitere Unterstützung für den Gratulationsdienst, für die Geräteausleihe und Gerätewartung.

Der Gartenobmann Michael Fleischhut berichtet über das Thema Gärten

  • 3 Kündigungen/ 3 Neuverpachtungen.
  • Der gärtnerische Zustand verbessert sich.
  • Die Hecken an den Anlagen 1 und 2 sind im Rahmen der Gemeinschaftsarbeit wie mit dem Grünflächenamt abgestimmt deutlich zurückgeschnitten worden. Damit ist die Pflege wieder ordentlich möglich. Dieser Stand soll beibehalten und wieder gleichmäßig durchgrünt werden. Die Arbeiten werden wir auch in diesem Jahr fortführen.
  • Der Vorstand hat gemäß Gartenordnung eine Gemeinschaftsleistung von 4 Stunden je Garten beschlossen. Damit sollen Arbeiten in und an den Hecken, Gartentore u.a. abgedeckt werden. In 2018 haben bisher nur die Hälfte der Pächter allerdings tatsächlich ihre Stunden erbracht.
  • In der Anlage 3 wird noch ein möglicher Schaden an der Wasserleitung untersucht
  • Die Warteliste auf einen Garten wächst weiter.

Kassenbericht und Bericht der Revisoren

Den Kassenbericht präsentierte der Schatzmeister Hartmut Preßler.

Hartmut Preßler informiert die Versammlung über zwei gescheiterte Betrugsversuche zu Lasten eines Vereinskontos (Eine Fremdbestellung von Computerteilen im Wert von 3700,-- € und eine Abbuchung auf ein englisches Konto).

 Die Kasse des Vereins wurde am 25. März 2019 vom Revisor Helmut Knechtel geprüft.

Aussprache und Entlastung des Vorstands

Im Rahmen der Aussprache über den Jahres- und Kassenbericht wurde auf die miserable Parkplatzsituation in der Siedlung angesprochen. Insbesondere im Bereich des Praunheimer Kreisel und des Damaschkeanger ist die Parksituation durch beobachtete dauerparkende Patienten des Krankenhaus Nordwest, Fernreisende mit Ziel Flughafen und Banker extrem angespannt.

Die Bitte, der Vorstand möge sich für die Einrichtung von Anwohnerparkplätzen einsetzen, wurde mit Verweis auf die Zuständigkeit des Ortsbeirats, fehlender Überwachung und Kosten für die Anwohner bei geringem Nutzen abgelehnt.

Nach der Aussprache über die Berichte der Vorsitzenden entlastet die Versammlung auf Antrag eines Mitglieds den Vorstand bei einer Enthaltung.

Pflichtstunden für Gartenpächter und Höhe der Ersatzleistung in Euro

Der Gartenobmann Michael Fleischhut wies noch einmal auf die in der Jahreshauptversammlung 2018 von den Mitgliedern beschlossenen Pflichtstunden für Gartenpächter hin. Abzuleisten sind für jeden Pächter (oder einen Vertreter) 4 Stunden pro Jahr, etwa 50% der Gartenpächter sind der Aufforderung nachgekommen. Schwerpunkte 2018 waren Heckenschnitte entlang der Umfriedung der Gartenanlagen und das Setzen neuer Garten-Eingangstore.

Die Gartenpächter wurden mit der Jahresabrechnung 2018 und zusätzlich per E-Mail auf den Beschluss der Jahreshauptversammlung 2018 hingewiesen.

Pächter, die 2018 ihre Pflichtstunden nicht abgeleistet haben, haben 2019 die Gelegenheit, dies nach zu holen.

Die Gelder aus den Ersatzleistungen sollen zur Bildung von Gartenrücklagen verwendet werden und z.B. für die Sanierung von Wasserleitungen, wie jetzt in der Gartenanlage 3 erforderlich, eingesetzt werden.

Es entwickelte sich eine angeregte Diskussion. Einerseits wurde von einem Pächter die Rechtmäßigkeit von Pflichtstunden oder Ersatzleistungen angezweifelt, andererseits meldete sich ein Mitglied, das zwar keinen Garten gepachtet hat, aber gerne bei Gemeinschaftsarbeiten mithelfen möchte. Die Mehrheit der Anwesenden befürwortete den Vorschlag des Vorstandes.

Der Vorschlag des Vorstands, jede nicht abgeleistete Arbeitsstunde mit € 15,-- in Rechnung zu stellen, wurde von den anwesenden Mitgliedern bei 1 Gegenstimme und 3 Enthaltungen angenommen.

Verschiedenes

  • Geplantes Neubaugebiet entlang der A5: Nachfrage zum aktuellen Stand der beabsichtigten Wohnbebauung zwischen Autobahn und Oberursel. Dem Vorstand liegen keine neuen Informationen vor.
  • Parkplatzsituation im Bereich des Bunkers: Der Vorstand wurde gebeten, bei der Bauaufsicht vorstellig zu werden und nach zu fragen, ob ein Antrag zur Reduzierung der Mindeststellplätze gestellt wurde.
  • Grundstücksgrenzen: In einem Fall hat die Bauaufsicht (angeblich) einen Grenzzaun von 2m Höhe genehmigt. Bisher war ortsüblich nur eine Höhe von 1,20 m. Der Vorstand wurde gebeten, hier bei der Bauaufsicht nach zu haken.
  • Geräteverleih: Entliehene Geräte werden teils verdreckt und/oder defekt zurück gebracht. Die Mitglieder wurden gebeten, entliehene Geräte gereinigt zurück zu geben und auf eventuelle Defekte hinzuweisen
  • Pflanzen- und Insektenschutzmittel: Der Vorstand bittet, auf den Einsatz von Insekten- und Pflanzenschutzmittel zu Verzichten.
  • Seitens der FES werden keine Gemeinschafts-Biotonnen für die Pachtgärten gestellt.
   
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