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Ratten in der Stadt - warum das gut gemeinte Füttern von Wildtieren gefährlich für Kinder und Haustiere werden kann

auswahl bdw2016 1 20160819 1358677599Im ganzen Jahr, aber besonders um diese Jahreszeit werden immer wieder Berichte an uns herangetragen, dass weiträumig in den Gärten und Wegen, aber auch in den umliegenden Feldern und Niddaauen vermehrt Ratten gesichtet werden. Meist verbunden mit der Frage, was dagegen getan werden kann.

Im eigenen Haus und Garten ist der Eigentümer gefordert, in der freien Natur sollte der Bestand sich selbst regeln, der Winter seinen Beitrag mit Frost dazu leisten. Dennoch gibt es ein paar Anmerkungen zu Ursache und Wirkung.

Immer wieder ist zu beobachten, dass jemand in der Absicht Igel und Vögel zu versorgen Futter, aber auch Essensreste in unkontrollierten Bereichen ablegt und dort zurücklässt. Leider finden sich dort aber eher unerwünschte Tiere dann als Nutznießer ein. Die Ratte ist nicht wählerisch und dankt es mit Ortstreue und reichem Nachwuchs. Aus diesem Grund ist auch die Stadt Frankfurt an vielen Stellen dazu übergegangen, das Füttern von Tieren mit Schildern ausdrücklich zu verbieten. Abgesehen davon dass in den meisten Fällen das Füttern gar nicht nötig und oft auch falsches Futter für das Tier schädlich ist, geht es dabei um die unkontrollierte Vermehrung von weniger erwünschten Arten.

Gefährlich wird es wenn dann die Ratte unsachgemäß bekämpft werden soll. Wo die einen die Tiere füttern wollen, bringen andere Menschen dann Fallen und Gift aus, oft unsachgemäß platziert und ungesichert. Schlagfallen werden so zur Gefahr für die Hunde und Katzen der Nachbarschaft, Giftköder werden verschleppt und zur Gefahr für Kinder und Haustiere. Nicht umsonst ist der Beruf des Schädlingsbekämpfers ein anerkannter Ausbildungsberuf mit drei Jahren Lehrzeit.

Deshalb unsere dringende Bitte:

- Füttern Sie keine Tiere im Garten oder an anderen Orten - und lassen Sie auf keinen Fall Futter oder Essensreste unbeaufsichtigt zurück!

- Wenn Sie Ratten und Mäuse bekämpfen wollen, lassen Sie sich fachgerecht beraten, schützen Sie Kinder und Haustiere! Auf ausgelegtes Gift muss gegebenenfalls hingewiesen werden - informieren Sie die Nachbarn weiträumig. Haustiere und Eichhörnchen sind oft in großen Revieren unterwegs. Kinderspielplätze sind tabu!

- Beugen Sie vor! Verhindern Sie dass sich Ratten überhaupt wohl fühlen. Ratten können bereits durch Spalten von zwei Zentimetern eindringen. Finden Sie die Schlupflöcher und schließen Sie diese. Verwahren Sie potentielles Futter sicher vor Tieren, bis Sie es benutzen - auch Vogelfutter. Fleisch und gekochte Essensreste gehören nicht in den Komposter im Garten - sie locken Nager magisch an. Entsorgen Sie die Reste in der Bio- oder Restmülltonne.

- Wenn nötig, schließen Sie sich mit den Nachbarn zusammen! Wenn alle gemeinsam vorgehen, ist der Erfolg wahrscheinlich deutlich höher. Es liegt in unserem gemeinsamen Interesse!

Ihr Siedlerverein Praunheim

   
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