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die Häuser der Südseite mit den ungeraden Hausnummern. Weil das nun schon zum zweiten Mal in kurzer Zeit geschehen ist, haben sich die Betroffenen auf Einladung des Siedlervereins im Vereinspavillon Neu-Mayland getroffen, um die Schäden miteinander zu vergleichen, nach Ursachen zu forschen und die weitere Vorgehensweise abzustimmen. 22 Personen waren erschienen und berichteten von teilweise erheblichen Wassereinbrüchen in ihren Kellern. Zum Glück scheint kein allzu großer Schaden entstanden zu sein. Man war sich einig, dass das "peanuts" im Vergleich zu den Schäden in anderen hessischen Gemeinden sind, möchte sich aber nur ungern damit abfinden, immer wieder einmal nasse Füße zu bekommen.
Zunächst war zu klären, wo das Wasser herkommt und warum der Kanal die Flut nicht aufnimmt. Der Damaschkeanger hat in seiner Mitte eine Senke. Dort sammeln die Kanäle von beiden Seiten das Wasser und leiten es nach Süden zur Nidda. Wenn bei Starkregen die Kanäle die Flut nicht mehr aufnehmen können, sammelt sich das Wasser am tiefsten Punkt mehrere Dezimeter hoch und läuft in die Häuser. Auf dem sog. Garagenweg und auf der Gefällstrecke vom Kreisel kann man wahre Sturzbäche beobachten. In der Straße gibt es getrennte Kanalsysteme für Schmutz- und Regenwasser, die im vergangenen Jahr zum Teil erneuert worden sind, wohl auch mit einem größeren Querschnitt, der aber trotzdem nicht auszureichen scheint. Der Siedlerverein hat im vergangenen Jahr erreicht, dass ein zusätzlicher Gully am Garagenweg eingebaut worden ist, der aber auch keine Besserung brachte.
Unterschiedliches berichteten die Erschienenen über die Stellen, an denen das Wasser eingetreten ist. Haupteintrittsort sind die Lichtschächte vor den Kellerfenstern. Teilweise drückt die Brühe auch aus Abläufen, Toiletten und Waschbecken im Keller, aber auch durch die Fugen der aus Ziegeln gemauerten Außenwand rinnen kleine Bäche. Verwundert sind alle, dass es sich nicht um Schmutzwasser, sondern um klares Regenwasser handelt. Offenbar muss es Stellen im Kanalsystem geben, an denen das Regenwasser in den Schmutzwasserkanal gelangt.
Verschiedene Eigentümer haben schon nach Starkregen in der Vergangenheit gehandelt und zum Beispiel ihre Kelleraußenwände isoliert, die Kellerschächte erhöht ummauert und abgedeckt sowie Rückstoßventile einbauen lassen. Dort sind die Schäden deutlich geringer gewesen.
Die Erschienenen begreifen sich als Bürgerinitiative, die zum einen sich gegenseitig berät, zum anderen aber auch gegenüber der Stadt initiativ werden will, um eine Diskussion über mögliche Abhilfen anzustoßen. Dazu wurde eine Arbeitsgruppe unter der Leitung von Inke Jörgensen gegründet. Zu prüfen wäre die Möglichkeit, bei der demnächst vorgesehenen Erneuerung der Gas- und Stromanschlüsse die Kellerwände auf Kosten der Eigentümer ganz freizulegen und zu isolieren. Zudem soll die Stadt über den Einbau eines Regenwassersammelbeckens an geeigneter Stelle nachdenken.  fi

   
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